Schielen

Schielen, auch Strabismus genannt, ist ein Fehler in der Ausrichtung der Augen, bei dem ein Auge von der parallen Stellung abweicht. Damit wir unsere Umgebung richtig wahrnehmen können, müssen jedoch beide Augen in die selbe Richtung schauen. Jedes Auge nimmt dabei ein Bild auf, das sich nur minimal vom anderen Bild unterscheidet und dann im Gehirn zu einem dreidimensionalen Bild zusammengeführt. Beim Schielen sind die Unterschiede beider Bilder zu groß und können daher im Gehirn nicht mehr richtig verschmolzen werden, wodurch Doppelbilder entstehen.

Es gibt mehrere Formen des Schielens. Auf eine Störung des Gleichgewichts im Muskel beider Augen ist das latente Schielen zurück zu führen. Es tritt nur bei Erschöpfung, bei starkem Alkoholkonsum oder z.B. einer Gehirnerschütterung auf. Beim Begleitschielen, der zweiten Form des Schielens, sind die Linien beider Augen auf unterschiedliche Objekte ausgerichtet. Sind einer oder mehrere Augenmuskeln vollkommen ausgefallen, spricht man vom Lämungsschielen, das z.B. durch Diabetes ausgelöst werden kann. Beim scheinbaren Schielen ist der Abstand der Augen zu groß oder zu klein. Die Gesichtslinien der Augen verlaufen nicht durch die Hornhautmitte.


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